ITL - Optimierung von logistischen Knoten
Rund 25 Wissenschaftler forschen, arbeiten und lehren am Institut für Transport und Logistik (ITL), in den Bereichen Verkehrs-und Transportlogistik, Distributionslogistik und Logistikmanagement. Die Wisenschaftler von ITL entwickeln maßgeschneiderte wissenschaftliche Ansätze für die Logistik-Praxis mit Schwerpunkt auf der Optimierung der logistischen Knotenpunkte (Speditionen und KEP-Terminals, Container-Terminals, Vertriebszentren, Cross Docks). Simulation ist dabei ein wichtiges Verfahren.

Die Möglichkeiten zur Optimierung bei Speditionen sind auf der einen Seite die Organisation des Transportes und auf der anderen Seite der Umschlag von Gütern. Über 25% der Kosten werden den Abwicklungsprozessen in der Abfertigungshalle zugeschrieben. Besonders die Kosten für Personal, den wichtigsten Teil, können durch Veränderungen des Prozess-Managements direkt beeinflusst werden. Das Ziel ist es, einen langfristigen Ansatz der Optimierung zu finden, denn die Abwicklungsprozesse als Schnittstelle zwischen langem und kurzem Fernverkehr sind ein integraler Bestandteil des less-than-truck-load (LTL) Verkehrsmittel. Aufgrund des hohen AusfalpPotenzials von manuellen Prozessen sollten dynamische Prozesse vermieden werden. Die geringe Transparenz der Prozesse ist die größte Herausforderung für die Optimierung. Die aktuelle Situation wird zuerst in einer Simulation modelliert, um charakteristische Zahlen über die Prozesskette zu erhalten. Hierfür wird die Simulation Suite ED TransSIM verwendet, welche speziell für Speditionen zusammen mit INCONTROL entwickelt wurde. ED TransSim simuliert Lagerplatzprozesse sowie auch die Abwicklungsprozesse in der Abfertigungshalle.
Basierend auf der aktuellen Situation werden mehrere Szenarien mit Änderungen über die Zuweisung von Lkw zu Toren und/oder die Zuweisung von Zielen zu den internen Pufferbereichen simuliert. Tests wie diese würden direkt zu einem Verlust der Qualität des realen Systems führen. Die Simulation ermöglicht quantitative Vergleiche zwischen Varianten und hilft, das Personal von der Durchführbarkeit entsprechender Veränderung zu überzeugen. Auf diese Weise können die Vorschläge der Varianten aller Teilnehmer gestestet und verglichen werden. Aufgrund der Änderung von Zielen zu internen Pufferbereichen konnten bereits 11% der täglichen Transportleistung gerettet werden. Aber dies ist nur ein Aspekt. Viel wichtiger ist, dass die Reduzierung von Bearbeitungszeiten für eingehende Sendungen zu früheren Cut-off-Zeiten der lokalen Lkw-Verteiler führt, so dass sie z. B. einen weiteren Kunden erreichen. Aufgrund der hohen Komplexität, kann dies nur innerhalb der speziellen Simulationsumgebung von TransSim ED-Node simuliert werden. Die 11 % Reduzierung im Transport ließen eine etwa 30 minütige Abfahrt pro LKW erkennen, welche auch in der Realität bestätigt wurde. Mit 65 Touren pro Tag bedeutet dies ein Potenzial von 32 Stunden pro Tag für die Optimierung des Nahverkehrs der Planungsabteilung.
Ankünfte der Sendungen einer Woche
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